Die lodernden Flammen des Dunkelfeuer laden Euch zum Verweilen, und, so Ihr es wollt, zum Zerfallen in die Essenz eurer Gedanken, in nachtgeweihte Traeume und das Laecheln eines schattenumwobenen Sternes in den Wellen eines Sees der klaren Baeche

Welcher Shishatabak gefÃ?Æ?Ã?â??Ã?â??Ã?¤llt dir am besten bei einer chilligen Shisharunde?
Erdbeere
Doppelapfel
Orange/Mandarine
Multivitamin
Caramel
Kirsche
Banane
Ich rauche nicht Shisha
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Kreuzgesäumter Rosenweg

Das Selbst
es sickert schweigend lächelnd
aus der Lichtung in die Stämme
und unter dem geflochtenen Astgewölbe
in die Wege hinein

Der bewundernde Blick umschweift die Blüten
die lieblich ihre Kelche öffnen
und mit ihrer Pracht verbergen
den trauernden Glanz der Kreuze
die den Geborenen vermissend betrachten

Nicht als Diener verzweifelften Scheiterns
doch als Sohn des freien Schreitens
verlasse ich meiner Gräber Schatten
und hinter mir brennen die Leichen derer
deren Flüche ich vergesse

In wieviele leere Träume
habe ich mich schon verrannt?
In wievielen falschen Gedanken
ist meine Seele schon verbrannt?

Doch die Feuer fallen weit zurück
mit jedem Schritt den ich im Wald erfinde
und die Wege, immer noch von Rosen geziert
lassen die Kreuze im Dunkel versinken
während mir das Licht sich nähert

Weiche, eherne Grausamkeit
die mir das Schwert in Schwäche getränkt
die mir das Streben zum Traum zerfloss
an deiner statt soll jener Traum
mir zur Wirklichkeit gereichen

Mein Blut, der Wein, lässt eure Wurzeln faulen
und das Sterben euche keine Triebe mehr
in diesen Frühling schlagen
der, aus mir erwachsen
einzig mir gehört
5.2.08 01:14


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Mondtropfenlichtung

Lethetochter
weine aus den feuchten Blättern
von Efeu und Moos umflochten
dein reines Licht in meine Adern

Bergseekind
fließe über weiche Kiesel
und bette das Blut in deine Fluten
dein klares Wasser auf meine Haut

Hauchgeborene
wehe durch staubige Lungen
belebend durch dunkle Erinnerung
die Asche aus meinem Geist zu tragen

Die Mondtropfenlichtung atmet durch mich
und pulsiert in meiner Brust
verträumtes Licht in meinen Augen
Last und Masken wie Salz von Wunden leckend
aus denen nicht Tränen doch Blicke nun strömen

Sanftes Traumhauchflüstern in tänzelnden Blättern
umschwebt schattenlüstern Morgenlicht
mich nicht in Zwielicht schon verlierend
gebiert ein Gemälde aus Tag, aus Nacht
und meinem Blut sich aus dem Wurzelreich

Der Geist des Waldes beseelt mich leise singend
stimmt neue Lieder in mir an
da, vom kühlen Bach in Silber gefasst
die Leere zum hellen Stern gereift
und die alte Angst dem Sonnenschein zerfällt
30.1.08 21:16


Kronen im Wind

Zerfließende Diamanten
die Sterne umfluten die Nacht
die Welt entsagt dem gefrorenen Stolz
dem Verharren, der kalten Starre
während mir der warme Hauch des Waldes dämmert

Der Nebelwind zerreißt das Gold der Häupterketten
und wiegt verträumt der Bäume Wipfel
die dem Monde nah in Schatten sich verlieren
die in der Freiheit des Zwielichts ihre Träume bergen
im Farbenspiel des Sonnenwandels

Zaghaftes Schreiten, die ängstliche Ehrfurcht vor dem Wald
bedeckt meinen Weg mit wolkengleichem Taumel
denn nur der Blinde sänke ungebunden in die Fremde
und der Hass hält mich zurück in alten Fesseln
die schmerzhaft dornenreich in meine Haut sich brennen
Schattenflüsse, wascht das Blut von meinen Händen

Umspülendes Vergessen, lass dich fallen, Wanderer
es bist nur du dir Kerker, dein Scheitern liegt in deiner Hand
du bist Galgen, Feder und Tinte, wassertrübend
bist traumgetränkter Gedanke deiner wachen Seele
Frostblut und glühender Schnee, lasse den Wind dich deiner Wege führen
und treibe nebelumwoben aus der Vergangenheit in den Augenblick

Laubzerätztes Waldesufer, Ruinenstätte, Tor zur Quelle
flüsterndes Nektarnetz aus tauumspielten Zweigen
knöcherne Hand und sanftes Blattgeschmeide
lichtdurchdrungener Dunkelhauch, klarer Bachkristall
die heiligen Hallen meines Innerseins erwachen aus mir
21.1.08 20:36


Verdammter Vogel

Besessen von dem dreibeseelten Vogel der Verdammnis sitze ich in dem Schatten meines Schaffens, und weihe ihm, den Schnabel im Genick, ein paar Blätter brüchigen Pergaments, auf dass er weiche...

1. Der Fall der Säulenhalle

[Lafratc:]
Der Maskenball des Untergangs
auf dem Thron der Tod, die Tänzer haltend
lächelt milde grausam
in leere Augen, blindgelacht
erkennen sie die Kerzen
und sehen nicht die Finsternis

[Der brennende Blick:]
Fädenwalzer, Kreisestanz
Verirrte, ihr seid sein
schaut aus euren stumpfen Masken
in die Dunkelheit hinein
die mit euren Seelen spielt

[Lafratc:]
Tanzend unter falschen Sternen
von Spiegeln gebrochenes Kronleuchterlicht
strahlt glänzend verzerrend
auf der Menschen Drehungen
den leichten Schleierflug
den seichten Gang in künstlicher Welt

[Der brennende Blick:]
Lauscht den allerletzten Klängen
ihr unwürdigen Ratten
ihr werden qualvoll schreien und
in die ewigen Schatten
werdet ihr zerfallen

[Lafratc:]
Eine lichtlose Explosion durchfährt
die Säulenhalle des Niedergangs
die Knochen ihres Steinskeletts
zu zerreißen und zerschlagen
im Staub die Schreie zu verhüllen
die halb erschreckt aus den Gesichtern
die eins mit ihren Masken stumm
vom Leben nichts mehr wissen

[Lafratc/Der brennende Blick:]
Knochensplitter bohren sich durch dekadenter Häupter Kronen
schlagen sich durch Gold, durch Haut und ihrer Hirne Vakuum
die Trümmer brechen brennend auf die schwachen Leiber nieder
unter des Todes amüsiertem Lachen ersäuft im Blut das Kriechertum

[Der brennende Blick:]
Brennt, ihr Menschenschatten
mit Stein und Flamme will ich euch
in alle Ewigkeit verdecken
euch, den Schandfleck dieser Welt
verscharre ich in mir
und schenke eurem Tod mein Leben
da mir nichts andres zu geben bleibt
da ihr mir alles nahmt
was an Wundern die Träume einst noch hatten
so soll sich die Lohe meiner Rache
an eurem faulen Fleische laben

[Lafratc:]
Und Ruhe kehrt ein über den Gräbern...


2. Wundensalz und Knochen im rauhen Sand

[Lafratc:]
Wüste der Zeit, Reste des großen Reiches
der alten Kaiserin, wohin bist du nun gegangen
lässt die Ruinen deiner Tempel
mit den Leichen verrotten
und bist fort?
So sei der einst so prächtige Garten Friedhof aller Völker...

Blasses Fleisch, die Haut zu roten Schreien gerissen
aus denen vergeblich dunkle Tropfen rinnen
im Salz versickern, dass in entzundenen Wunden brennt
mit gehässiggrünem Feuer

Rauh treibt der Wind den Sand durch die Schädeldecken
schleift die leeren Augenhöhlen, füllt der Hirne Becher
nicht wie Erp und Eitil mit Gold und Silber und Runen
doch mit Sand, mit Staub und Blut besudelt liegen die Schädel umher

Grässliche Qualenquelle, gar hässlich und von finsterster Schönheit
und doch so lieblich in deinem Schmerz, du Königin des Nichts jenseits der Zeit
der dir doch alles Sterbliche zum Untertanen fällt
lass mich meine schwarze Seele an deinem Leid ergötzen
du Traube meines Weines, Füllhorn meiner Lebenslust
wie das Glück in dir verdarbt, so süßlich weinend

Mögen die Leichen im malmenden Sturme zerfallen
bis mit ihnen alle Welten brechen
und der blutende Himmel die Sterne aus sich schwemmt
und möge mich ihr Spiel erfreuen


3. Würfelknochen und Spinnweben (Schicksalsschmiede I)

[Lafratc:]
In der dunklen Ecke, auf dem Eibenthron
an der Seite meines graugewandten Herrn
dessen schwarzglänzende Augen
dem Treiben in der Schmiede folgen
dort sitz ich nun der Zukunft harrend

In ihren Netzen sitzen sie, die vieläugigen Weberinnen
auf den Fäden aus feinster Seelenseide
die die Welt zusammenhält
doch keine webt, kein Wind treibt die Räder voran
keines Knochenwürfels Scheppern durchdringt die modrige Luft
denn zwischen den Spinnweben und alten Tischen
unter dem ehrwürdigen Gebälk der Hallen
hinter Amboss, Hammer und Eisen
stehen drei der Hohen, die hier schon lang nicht mehr gesehn

Merkwürdig strahlend und rein, und doch von Gram gebeugte Häupter
wirken sie fremd in der staubigen Stube von derber Natur
obgleich die Spinnerei ihnen obliegt

[Der Graugewandte:]
Schweig, und weiche, der Rat beginnt


4. Dunkler Windhauch am Abend

[Lafratc:]
Wolkendurchzogener Weiher am frostgeweihten Berg
deine abendgeschwängerte Düsternis sei mir mein Nest
bis die Schmiede ihr Urteil fällt

[Tränenmaid:]
Wasser, das du an den Wurzeln des Tores zu den Heiligen den Himmel in dir bindest, mögest du den Schmerz aus meinem Herzen waschen...

[Lafratc:]
Welch schönes Weib gesellt sich da zum Ufer?

[Tränenmaid:]
Entzwei riss mich der Krieg
ohne dass eine Klinge an mich rührte
kein Metall könnte solche Wunden schlagen
nur ein Körper, eine Seele
und die Leere, die ihr Verlust erschafft

Kronen, Zepter, dunkelmattes Gold
was ermächtigt ihr euch solcher Macht
Herzen zu zerreißen
sie ungedachten Göttern zu opfern
und das Leben euch zu weihen
ohne es je gefühlt zu haben

Himmelsdurchflochtener See
birgst du meines Liebsten Blut
lass mich von deiner Kälte kosten
auf dass er ewig in mir fließt
oder ist er mir auf immer verloren?

[Lafratc:]
Sie sehnt sich nach dem Tode hin

[Tränenmaid:]
Wellen, sprecht zu mir
euer Rauschen schleiert die Welt
und verschwommen wird das Sein
wie schon von meiner Trauer
umnebel, klaret auf die Nebel

Eine schwarze Feder
lockend fällt sie aus dem Nichts
und treibt mich rufend auf dem Wasser
wie das Abbild alten Glücks
in inniger Umarmung mit dem Schweben

Schwarzes Wogen, geliebte Lippen
ich will euch küssen, ihm zu folgen
tragt mich in eurer eisigen Umarmung
zu seinem Leichnam, an die Augen
deren Glanz den Tod besiegt

Kalte Zungen, von Leidenschaft erfüllt
umfließt mich, bettet mich in Fallen
aus der Erde, auf der mich nichts mehr hält
spiegelt mein Antlitz in verblassendes Nichts
verschlingt mich in eurer zarten Umarmung
in der Tiefe, in seinen Armen versinke ich
in der Unendlichkeit sind wir eins

[Lafratc:]
Und Ruhe kehrt ein über den Gräbern...


5. Wenn Gedanken...

[Lafratc:]
Welch stille Gestalt
verwirrt anmutend und gebeugt
sitzt da zwischen den Steinen
an der untersten Stufe zu Valhall?

[Dunkeldenkender:]
Glitzerndes Gefängnis genannt Garten Eden
bist du Hölle denn fürwahr das Paradies?
Oftmals hörte ich von dir in aller Herrlichkeit schon reden
obwohl des Gottes heilender Geist dich längst verlies

Nur der Traum entführt mich noch aus deinen Fängen
gehängt an deinem Gold bleibe ich an deinem Funkeln
verweilend in der Finsternis und deinem Lügen

Doch bringen die Gedanken meinen Geist
stets in schönre Welten

[Lafratc:]
Ein Frevler, ein stiller Ketzer ist's
der in schwelender Flut sich beugt

[Dunkeldenkernder:]
Auf ihren Schwingen in das Mondlicht hinfort
trage ich mich für Augenblicke
an die Grenzen eines Reiches
das mir gefällt

Mein Wille formt die Blüten
ewiglich zu blühen
junge Schönheit des währenden Lebens
erfreue meinen betäubten Blick
der dem Grau des Wahren entsteigt

[Lafratc:]
Auf ihren Schwingen?
Nein, auf meinen sollst du stürzen

[Dunkeldenkender:]
Doch zwischen hellen Sternen taumelnd
verfangen die Gedanken sich, fällt ihr euch in Finsternis
und dunkel treibt ihr auf meiner Seele
Gewitterwolken, weichet von mir
mit eurem tränenbrennendem Blick

Wecktet Hoffnung ihr einst noch
und Glauben an das Göttliche
so fault der Segen unter euch
und ihr lasst das Scheitern keimen

Enge Wurzeln, eitrig schimmelnd
welch Fluch erwürgte euren Zauber
legen sich um meinen Hals
alte Narben flammen blutend
lasst ab von mir

[Lafratc:]
Und Ruhe kehrt ein über den Gräbern...


6. Krähenkerker

[Lafratc:]
Ans Schwarzmetall gekettet
sitzt im steinernen Garten blutender Bäume
im Tränenschatten, der die ewige Nacht verfinstert
der gottgefangene Sünder

[Göttergefangener:]
Verdammter Vogel, euer Erscheinen
macht mir Angst und gibt mir Hoffnung
kommt ihr um, solang's noch geht
an meinen Qualen euch zu laben
oder bringt ihr mir Verdammnis?

[Lafratc:]
Es freut mich sehr, dein Herz so zu zerreißen
während das meine dir nach der Leber trachtet
doch leider bleibt's dabei und nicht viel mehr
vermag mein Kommen dir zu sagen

[Göttergefangener:]
Ich Verlorener in Raum und Zeit
im Schweben zwischen Fall und Freiheit
verweile ich wohl noch bis
der Untergang der Welt am Horizont erdämmert
und muss mein Zweifeln, das Ungewisse
muss das spiegelverzerrte Tier
in meiner Seele ewig betrachten

[Lafratc:]
Wenn die Bestie das Tier betrachtet
heiligt es sich doch noch über alle Maßen
Und wenn der Verdammte der Hoffnung frönt
erschafft er sich dann nicht noch schwerere Qual?

[Göttergefangener:]
Trägt doch die Hoffnung fern dem Scheitern
das Streben durch das Sterben

[Lafratc:]
Fern der Wirklichkeit ist man verbannt
in den Selbstbetrug, in den flimmernden Schein
eines erdachten Lichts, das sich zersetzend
die Schatten dunkler werden lässt

[Göttergefangener:]
Zerreißt die Rettende nicht vielmehr den Schein
der Schatten, die die Wahrheit ketten?

[Lafratc:]
Vermag denn ich, dies zu entscheiden?
Ist es nicht dein Blick, der dich zu betrügen hat?
Sind es nicht die Götter, die Welten formen?
Ich bin nur gewollter Wille, die Gefangenschaft zu finstern

[Göttergefangener:]
So willst du mir, vollkommen ohne Sinn
falsche Schmerzen noch bereiten?

[Lafratc:]
Falsch und recht, was kümmert's mich
der stete Schatten bin ich nur
alles unter sich erstickend
ob wahr, ob Lüge, ich bin entfernt
von solchen menschgesuchten Werten
So warte einsam auf den Fall der Knochen


7. Os iactum est (Schicksalsschmiede II)

[Lafratc:]
Nun denn, ihr Schicksalsherren, sprecht
ihr Graugewandten, sammelt euch
ist mir die Leber des elenden
Sünders nun gegönnt, oder ist er auf ein neues frei?

In den Staub vergangener Stunden
die Welt, sie ruhte lang genug
lasst nun die Knochenwürfel fallen
und webt die Fäden fest zusammen

Ebnet die Pfade, auf denen das Leben
in Zukunft weiterfließen wird
und schafft Gewissheit aus dem von euch
in blindem Zweifel geschaffenen Nebel

Das Blut, es falle aus den Wolken
eurer stürmenden Gedanken
zerreiße die Weben eures Spinnens
und knote die Seelen in den Stein

Fetzen des weichenden Rauches
umgarnen das Schicksal zur Stille
vergeblich jedoch, stets wieder scheiternd
denn der Richtspruch ist gemeißelt
Et os iactum est
19.1.08 13:26


Os iactum est (Schicksalsschmiede II)

[Lafratc:]
Nun denn, ihr Schicksalsherren, sprecht
ihr Graugewandten, sammelt euch
ist mir die Leber des elenden
Sünders nun gegönnt, oder ist er auf ein neues frei?

In den Staub vergangener Stunden
die Welt, sie ruhte lang genug
lasst nun die Knochenwürfel fallen
und webt die Fäden fest zusammen

Ebnet die Pfade, auf denen das Leben
in Zukunft weiterfließen wird
und schafft Gewissheit aus dem von euch
in blindem Zweifel geschaffenen Nebel

Das Blut, es falle aus den Wolken
eurer stürmenden Gedanken
zerreiße die Weben eures Spinnens
und knote die Seelen in den Stein

Fetzen des weichenden Rauches
umgarnen das Schicksal zur Stille
vergeblich jedoch, stets wieder scheiternd
denn der Richtspruch ist gemeißelt
Et os iactum est
19.1.08 13:15


Krähenkerker

[Lafratc:]
Ans Schwarzmetall gekettet
sitzt im steinernen Garten blutender Bäume
im Tränenschatten, der die ewige Nacht verfinstert
der gottgefangene Sünder

[Göttergefangener:]
Verdammter Vogel, euer Erscheinen
macht mir Angst und gibt mir Hoffnung
kommt ihr um, solang's noch geht
an meinen Qualen euch zu laben
oder bringt ihr mir Verdammnis?

[Lafratc:]
Es freut mich sehr, dein Herz so zu zerreißen
während das meine dir nach der Leber trachtet
doch leider bleibt's dabei und nicht viel mehr
vermag mein Kommen dir zu sagen

[Göttergefangener:]
Ich Verlorener in Raum und Zeit
im Schweben zwischen Fall und Freiheit
verweile ich wohl noch bis
der Untergang der Welt am Horizont erdämmert
und muss mein Zweifeln, das Ungewisse
muss das spiegelverzerrte Tier
in meiner Seele ewig betrachten

[Lafratc:]
Wenn die Bestie das Tier betrachtet
heiligt es sich doch noch über alle Maßen
Und wenn der Verdammte der Hoffnung frönt
erschafft er sich dann nicht noch schwerere Qual?

[Göttergefangener:]
Trägt doch die Hoffnung fern dem Scheitern
das Streben durch das Sterben

[Lafratc:]
Fern der Wirklichkeit ist man verbannt
in den Selbstbetrug, in den flimmernden Schein
eines erdachten Lichts, das sich zersetzend
die Schatten dunkler werden lässt

[Göttergefangener:]
Zerreißt die Rettende nicht vielmehr den Schein
der Schatten, die die Wahrheit ketten?

[Lafratc:]
Vermag denn ich, dies zu entscheiden?
Ist es nicht dein Blick, der dich zu betrügen hat?
Sind es nicht die Götter, die Welten formen?
Ich bin nur gewollter Wille, die Gefangenschaft zu finstern

[Göttergefangener:]
So willst du mir, vollkommen ohne Sinn
falsche Schmerzen noch bereiten?

[Lafratc:]
Falsch und recht, was kümmert's mich
der stete Schatten bin ich nur
alles unter sich erstickend
ob wahr, ob Lüge, ich bin entfernt
von solchen menschgesuchten Werten
So warte einsam auf den Fall der Knochen
19.1.08 13:15


Keimende Fäulnis

Dunkle Wolken türmen sich zu Zinnen
über deren Wälle kein Sonnenlicht sinkt
Eisige Tropfen rinnen gen der Verdammnis
und reißen brennend ungeborene Blätter
hinab in die Asche einer nicht mehr erwachenden Welt

Verschlafenen Blicks aus trüben Augen
erhebt sich taumelnd ein frierendes Kind
aus den Armen seiner toten Mutter
deren Blut im verrußten Regen zerfließt

Dem Leben fremd und dem Tode nicht verbunden
folgt es den roten Bächen
in die Wunder einer unbekannten Welt
in die Fänge ungekannter Finsternis

Klebrig, zäh und süßlich fließend
tropft aus faulig trunknen Blättern
eines Ketzers hässliches Wort
Erde und Himmel zu zerreißen
wie Sonnenstrahlen Blüten brechen
bittren Nektar in dunklem Brennen zu befreien

Mit dem letzten mondgewobenen Tau
fließt das Feuer aus den matten Perlen
deren jungfräuliche Kelche grinsend
zu Totenköpfen an morschem Holz sich krümmten

Aus berstenden Särgen streift die alte Fäulnis
gebiert sich in zerfallenden Wäldern wieder
sickert aus gefalteten Händen
umschleiert von neuem die Schädel
sprengt die Böden alter Grüfte
um versiegelte Pforten zu öffnen

Verwitterung prangt auf stolzen Mauern
eitrig schmilzt das schimmelnde Gold
sich im eigenen Blut zersetztend
ersäuft die Welt im stinkenden Matsch
des keimenden Zerfalls

[Zwischenspiel, hat nix mit Lafratc zu tun^^]
3.1.08 21:21


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