Die lodernden Flammen des Dunkelfeuer laden Euch zum Verweilen, und, so Ihr es wollt, zum Zerfallen in die Essenz eurer Gedanken, in nachtgeweihte Traeume und das Laecheln eines schattenumwobenen Sternes in den Wellen eines Sees der klaren Baeche

Welcher Shishatabak gefÃ?Æ?Ã?â??Ã?â??Ã?¤llt dir am besten bei einer chilligen Shisharunde?
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Ich rauche nicht Shisha
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Die mondlose Nacht

Schatten schärfen ihre Kanten
werfen sich über das Land
verlorne Seelen, die Verbannten
beugen sich des Schattenschleiers Hand
---
1. Kind der Nacht

1.1 Nachtgeborne Totgeburt

Schwere Schattenschleier sinken herab von drohend' Wolken
der letztes Feuerstreif am Horizont verblasst im kalten Wind
das Licht entflieht und stirbt, dem Lebensglanz entschwindend
und im aschgeschwärzten Schnee schreit im Nichts ein totgeweihtes Kind

Als die Sonne unterging, der letzte Strahl sich im Kleid der Finsternis verfing, die Dunkelheit schwer auf Eis und Stahl sich bettet, doch kein Mond die Welt vom Tod errettet
Kein Sternenfunken glimmt im Nichts, die schwarze Weite zeugt kein Flimmern des Lichts, nicht in dieser Nacht, die die Sonne riss und zugleich den Mond nicht sich gebären ließ

Und, den Monde nie erblickend
weint das Kind ungesehne Tränen
in ewiger Finsternis verloren
und die Dunkelheit in sich bindend
mit schwarzer Seele, von Trauer, Hass besessen
kriecht es, auf aufgeschürften Händen
durch grauen Schnee zum See des Blutes
schwebt auf knöchernen Schwingen durch die roten Fluten


1.2 Der See des Blutes

Sturmgepeitschte Blutesgischt bricht sich an Salzes Strand
von schwarzen Schlieren durchzogne Fluten greifen des Kindes kalte Hand
zieht den schwachen Körper in die wilden Wogen tief hinab
mit tiefen Schlucken erstarkt der kleine Mund zum lauten Schrei

Aus den Nachtschatten entrissen bekam das Kind die Ehre
um den Grund des Sees zu wissen

Aus roten Fäden webt sich ein Palast
stolz und mächtig unter aller Zeiten Last
frei von vergänglicher Welten Hast
Verlornem und Gefallnem Heim zur Rast

Auf verschlungnen Pfade wandelnd
verträumt, von des Todes Trauben
und dem Wein des Lebens kostend
durchschreitet das neugeborne Menschenkind
von der Nacht verstoßen, vom Blut genährt
die lang verschlossnen Tore
wilde Blüten, tiefrot um den Stein gewunden
blicken herab auf den neuen Herren
der aus dem Schlaf den Stein erweckt

Von seinen Schritten weit geführt
erreicht er schließlich kahle Mauern
um die nicht eine Dornenranke sich nur krallt
Eiskristalle zieren Felsen, die tränend trauern

Er durchschreitet sacht das rost'ge Gittertor
und erkennt in kaltem dreckigroten Schein
im fahlen Licht des toten Schlosses
Traumesgräber, dicht an dicht gereiht
und bis zum Horizonte reichend
ruhen tausend Hoffnungen bleichend


1.3 Grabeskind

Von Grab zu Grabstein blickend
schaut er auf was er nie gesehen
Bilder nicht realer Welten
besserer Zeiten und gar Ewigkeiten
der Kraft und Hoffnung

Niederkniend an einem Grab
das noch leise schimmert
dessen Traum noch nicht verloschen
doch noch glimmt und zitternd bebt
taucht er in die Bilderflut

Vor fahlem, verblassendem Mond, schon fast vergangen
toten Sternen, von schwarzen Wolken dicht verhangen
erhebt sich ein wunderschönes Weib
mit schlankem, wohlgeformtem Leib

Den verschwommenen Blick gen fern gerichtet
sieht sie, wie am Horizont der Wolkenwall
zur Hoffnung seine Nebel lichtet
von Blut und Tränen eng umschlungen
die Arme zum Fluge weit gebreitet
ist sie in die Schlucht gesprungen

Der Eingedrunge eilt herbei in schnellem Lauf
hebt den noch warmen Leichnam auf
die leeren Augen, der starre Blick
er führt sie küssend wieder zurück

Die Lippen zärtlich sanft berührt
wacht sie auf einem Friedhof auf
und blickt in tiefe rote Augen
die ihren nackten Körper kindlich scheu
doch interessiert betrachten
und in ihrem, welch Schreck, schlagend Herzen
ein Feuer, eine Lust - eine Liebe? - flackern lassen
das Hassen vergessen
das Vergessen lehren

Seine aschgegrauten und ihre schwarzen Haare
verweben sich im wilden Tanz
zwischen den Schenkeln brennende Lust
in den Augen ein fiebriger Glanz
Finger streichen über flammende Haut
liebkosen lüstern ihre Brust
sie beißen sich die Lippen blutig
und versinken in der Lust

Erschöpft am Grabstein lehnend
versinkt sie, zurück in ihren Traum
er bleibt zurück, sich nach ihr sehend
und nach des Traumes Wundern

Doch da der Grabesfunken nun verlischt
ist er wieder in Einsamkeit gefangen
doch mit diesem neuem Verlangen
wird sie mehr denn je zur Qual

Und doch ist er nicht mehr allein
denn statt der Frau des Traumes
liegt neben ihm ein kleines Kind
wie er eins einst gewesen
doch in seinen Augen schlummert
ein tiefer, unheimlicher Schatten
der mit den Jahren wuchern wird
und die Welt vernichtet


2. Traum vom Schattentanz

In weichem Laub lieg ich bestattet
im fahlen Lichte dunkler Sterne
von dürren Ästen wundbeschattet
schweifen ungeborene Gedanken
mich verlassend in die Ferne
lassen mich einsam frei zurück

Die Seele, vom Geiste nun befreit
von dunklem Denken bald entzweit
erhebt sich aus geschundnem Leib
und wandert über Baumeswurzeln
durch das Blättermeer des alten Waldes

Und von den Stämmen lösen sich
die Schatten toter Blüten
kleiden sich in grauen Nebel
schweben geistergleich um mich
und versammeln sich zum Tanze

Umfangen von dem Schattenreigen
öffnet meine Seele sich dem Schwarz
dunkelt, verschwommen mit der Nacht
und tanzt, durchzogen von Finsterschleiern
im Kreise der Vergangenen

Befreit und geeint mit der mondlosen Nacht
die Süße der Todestrauben schmeckend
erkenne ich des Waldes Pracht
des Haines derer, die vergingen
und nun das Lied der freien Schatten feiernd singen

Doch reißt ein Licht mich aus dem Meer
wie Salze sich vom Wasser trennt
so brennt mich führend aus dem Kreis
eine Flamme, rot von meinem Blut
und von meinem einstgen Leben heiß
so reißt es mich aus diesem letzten Traum
und wirft mich nieder, zurück und wieder
verloren in mir

Ich wache in den Blättern auf und folge meinem Geist ins Nichts


3. Fern der Hoffnung

Kalter Sturm verfängt sich in dürren Ästen
und drängt sich in Fetzen an tote Bäume
ein zerrissenes Leichentuch, das den Tod nicht mehr hielt
alter Regen sammelt sich auf verbrannter Erde
und formt sich zu Seen dunklen Nichts
ein zersprungenes Grab, das den Tod nicht mehr barg

So karg, so leer und trist
ein Trugbild aus Schatten und aus Schmerz
verlassen von Mond und Sternen
gelebt, um sich vom Leben zu entfernen
ein weiter Weg, tief hinein ins Nichts

Der Regen aus Eis und Eisen drückt die Last der Jahre
drückt die Schuld schwerer auf die schwachen Schultern
gefangen in Gedanken
in alten Wundern, die versanken
an der Trauer zu erkranken
doch weder Trost noch Tod sind noch am Leben
nichts kann es hier mehr geben
einen zu heben
zurück ans Tageslicht

Die Luft ist zäh und voller Rauch
steht erstickend über faulendem Laub
von mattem Frost kerkernd überzogen
um ihren Frühling wurden sie betrogen
sie schneiden und die Spitzen stechen
tief in die blasse, bleiche Haut
und die Schönheit junger Blüten
ist unter Asche längst vergraut

Kein Schimmer bricht durch dunkle Wolken
die von Tausenden die Trauer tragen
und kein Sonnenstrahl findet durch die Berge
die am engen Horizont in weite Höhe ragen


4. Winterwind

4.1 Nebelwald

Unter meinen Fingern
verrinnt der Stein zu Staub
und es erfriert zu Asche
des kühlen Herbstes Laub

Verträumte Nebelgeister schweben durch einen schlafenden Wald

Brennende Blätter, sterbende Töchter des Herbstes
trauernd um der Blüten Pracht, um der Sonne Angesicht
fürchtend des kalten Vaters weiße Hand
bedeckend die verwitterten Gräber am Wegesrand
tanzen sie in verlischendem Licht von Windeskerzen
und ihre Tränen tränken schwer die schwachen Menschenherzen

Fallend durch des Nebels Meere
weißen sie mir einen Weg zu gehen
durch der Seelenschatten Heere
Ich vermag hier nicht zu sehen
doch Finsternis und Nebel haben
all den Dingen den Glanz geraubt
und jeder Blick wäre verstaubt
nichts ist hier das Sehen wert

Eine Welt zerfällt um mich
der Nebel verweht im Winterwind
erlaubt mir blinde Blicke in die Leere
ehe der Vorhang wieder fällt

Die Gebilde aus weichem Rauch
halten mich stets weiterhin zum Narren
doch werde ich nicht weiter in ihrem Spiel verharren
die Schritte führen mich ferner fort denn je
und wo des Truges Hüllen fallen
weiß nichts mehr mich zu halten
dem Horizont will ich entgegen streben

Am Ende aller meiner Wege
fern von finstren Nebelschwaden
erwartet mich die blaue Nacht
gehüllt in ein dünnes Nebelkleid
und singt mich mit ihrer sanften Macht
in ihrem Schoß in tiefen Schlaf

Am dunklen See bleib ich zur Rast
von einem Leben will ich mich erholen
und mich an alten Träumen laben
die mir einst ein Dasein gaben
das ich vor langer Zeit verlor

4.2 Grabestraum

Vom Kreuze rinnt ein letzter Tropfen alten Mondenlichts
rot von meinem Blute, das den Grabstein ziert
der letzte Bote alter Hoffnung sickert in das Grabe ein
verschwindet in meinen Wunden salzverschmiert

Weder das Fallen des reinen Eises
noch der Frühlingsblüten Neugeburt
nicht die brennenden Sonnenstrahlen
oder das raschelnde Sterben der Blätter
nichts von außerhalb des Grabes
das meinen kalten Körper barg
erreichte meinen freien Geist
nichts drang ein in meinen Sarg

Doch als das Mondlicht in meine Adern floss
und jede meiner Seelenwunden schloss
hat mich ein Traum sanft aus meinem Schlaf gehoben
und hat meinen toten Augen das Bild einer Vollmondnacht gewoben

Doch dunkle Wolken ziehen auf
Schatten sickern schleichend Traumstoff schneidend
das Kleid der Nacht entzweiht, die Todesruh entweiht
und den Traumesblick in bittre Tränen kleidend
alter Schmerz bäumt sich gegen meinen Willen auf
und macht mich sich zum Untertan, zwingt mich unter seine Hand
treibt mich aus dem Totenschlaf
hinaus in dieses Schreckensland, aus dem ich vergebens zu fliehen suchte
da die Nacht mich mit Traumestreue verfluchte und an sein Leben band

So treibt's mich in die mondlose Nacht
in den kalten Winterwind
in die grausam verdorb'ne Pracht
in des Alptraums krankes Kind
zu töten oder auch zu heilen
ihm zu enteilen

4.3 Königsmord

Schwere Schritte, von Tod und Traum noch trunken
schwere Blicke, am lichtlosen Himmel nach Mond und Sternen suchend
Schwerer Körper, umgriffen statt umflossen von kalter Dunkelheit
Schwere Gedanken, vergiftet vom hässlichen Angesicht einer mondlosen Nacht

Verdorrte Bäume weisen wirre Wege
durch harten Schnee und raues Laub
durch karge Wälder voller Flammen
durch Eises Meere voller Staub

All die Pfade führen mich von meinm Grab zu einer Burg
aus deren hohen Toren ein Schimmer altvertrauten Lichts
auf von Efeu und weichem Moos bewachsene Steine fällt
ein Schein der mir die müden Lider hebt
und die letzten Adern mit meinem Blut belebt

Gezielter Schritt und wacher Blick betrete ich den Knochensaal
des Frevlerkönigs, der den Mond vom Himmel stahl
nun liegt er hier, krank und hager, geschunden und in Ketten gebunden, kraftlos und aschenfahl

In mir weckt sich wallend' Wut
gleich den Fackeln lodert Hass an Herzenswänden
und das Schwert in meinen Händen
lechzt nach des Mondentöters Blut

Von edlem Weine kostend
und seinen Raub erfreut betrachtend
sitzt er auf dem Thron aus Knochen
und blickt hinaus auf eine Welt
die sein Sohn, der Alptraum, fest in Händen hält
der als sein Schatten durch die Länder zieht

Doch der blinde König lächelt
lächelt trunken vom Gesöff
Rausch und Wahn in seinen Augen
ist er verloren in Gedanken
und merkt nicht wie mein Klingenstahl
seine Haut am Halse teilt
sein Blut in Wellen aus ihm eilt
und scheint selbst dann auch noch zu träumen
als sein bleicher Mund am fahlen Haupt
lustlos den Boden zu küssen mir zu Füßen fällt

Die Krone ist gefallen
und der Mond und meine Seele
sie sind frei

Die Ketten fielen, und es steht mir frei, zu gehen
zurück in des Grabes friedlich' Stille
doch will ich einmal von seinem Kelche nippen
reiner Traum und reine Sehnsucht fließen weich auf meinen Lippen
und der Hauch von Wahn verweht im Winterwind

4.4 Weltenwandel - Der Morgenstern kündet von Sonne und Mond/
Ein luziferanisches Lichtspiel

In den Winterwind webt sich ein leichter Duft von wildem Wein
und lässt ein schwaches Licht im Dunkel dieser Nacht erzittern
seine Strahlen führen mich in die Weite einsam tief hinein
und jener Duft lässt mich am Horizont die Freiheit wittern

Aus vergessnen Nächten eine leise Melodie
Lieder des Mondes, Lieder des Traums
doch taub ist all das Menschenvieh
und blind sind die Verdammten
sehen nicht den Stern am Himmel thronen
der die Sonne aus dem Grabe bringt
soll die Überlebenden entlohnen
der von neuen Nächten singt

In das Dunkel dieser Nacht webt sich ein glühend' Farbenspiel
und ein Regenschauer wäscht die Welt von alten Übeln rein
spült das Blut von Totenschädeln und aus salz'ger Erde
aus dieser Stunden tiefen Wunden
Es fallen Lethetropfen

Solln sie doch ersaufen an dem süßen Trunk
doch mir verwähr ich ihn
mich drängt's zum Horizonte hin
dem lockend' Licht entgegen
ihm bin ich erlegen
nach ihm nur will ich greifen
ohne mich zu sengen

Ich webe mich in den Duft des Weines
erhebe mich aus mir
die Schatten, die mich unterwarfen
mache ich mir Untertan
und ihre Schwingen tragen mich
näher an mein Ziel heran

Ein schon immer glimmend' Traum
in mir entflammt die Finsternis
der Hoffnung und der Angst beraubt
falle ich in den Horizontenriss

Das Licht webt sich in meine Seele
oder webt sich meine Seele in das Licht
ich weiß nicht, bin ich sehend oder blind
benetzte Lethe meine Lippen
oder durchfuhr Weisheit meinen Geist

Im Traumestaumel fallend
Schreitend in neue Welten
von beschriebenen zu leeren Blättern
aus einem alten Herbst in einen jungen Frühling
ein weiterer Schritt des Tanzes
der sich Leben nennt
ein neuer ruft
doch nun ruht, schlaft und träumt, ehe ihr in eine neue Geschichte sinkt

[Keinen Bock mehr, is fertig;P Nachtspinnen sind doof, genauso wie die Dunkelgruft, abgesehn davon passt's auch außerhalb der mondlosen Nacht überall gut hin, genauso wie auch der Nebelwald und wohl auch "Fern der Hoffnung"..egal^^]
9.9.07 00:35


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